Sammy Z. – der bekloppteste Spammer
Alle kennen wir die tagtägliche Plage, wichtige Mails (z.B. Angebote von Viagra Pillen oder Links auf kostenpflichtige, dafür aber tropfende, Muschis) zwischen der ganzen SPAM-Scheiße (z.B. Schreiben von Finanzämtern oder Mails von ehemaligen Geliebten) herauszufischen. Klar gibt es jede Menge Vorsortier-Hilfsprogramme, aber man ist immer wieder geneigt, sich nicht ausschließlich auf die meist bescheidene Urteilsfähigkeit seiner Software zu verlassen und wirft dann doch noch einen Blick in den SPAM/JUNK Ordner des jeweiligen Mailprogramms, um zu überprüfen, ob vielleicht eine brandheiße Nachricht darin verschwunden sein könnte. Außerdem: Die gottverdammte Neugier…
Ich werde stets fündig, was eindeutig beweist, dass die Programmierer ihren Job äußerst mangelhaft, wenn nicht sogar ungenügend und vor allem halbherzig ausüben. So richtete doch letzte Woche ein afrikanischer Wüstennomade per Mail die Bitte an mich, ich solle ihm doch auf schnellstem Wege 10.000 Euro überweisen, da er diese Summe bräuchte, um seinen 7-jährigen Sohn, der wegen eines harmlosen Mordes an einem sizilianischen Mafiaboss unschuldig zum Tode verurteilt wurde, freikaufen zu können. Außerdem sei sein Sohn an Leukämie erkrankt und habe nur noch fünf Tage zu leben…
Solchen Leuten muss geholfen werden, liebe Leser. Aber wie kann diesen armen Kreaturen Hilfe zuteil werden, wenn wichtige Mails einfach in den SPAM-Ordner verschwinden? Hätte ich nicht nachgeprüft, ob meine Anti-Spam-Software ordnungsgemäß arbeitet, wäre dem Neger nicht zu helfen gewesen. Glücklicherweise bin ich bekannt dafür, ein Gespür für das Fehlverhalten anderer Leute zu haben. Dieses Gespür scheint sich auch auf das Fehlverhalten von Software zu beziehen.
Die Geschichte ist schnell erzählt, ich konnte dem Mann helfen. Sofort schrieb ich eine Mail zurück, dass dies ja grausam sei, aber das Leben seines Kindes nicht mehr zu retten wäre, da ein Geldtransfer in die afrikanische Wüste wesentlich länger dauern würde, als sein Kind noch zu leben habe und außerdem könne er in Afrika auch nur immer 500.- € pro Tag vom Geldautomaten abheben. Er hätte sich früher bei mir melden müssen.
In meiner Mail riet ich dem treusorgenden Familienvater noch, dass er bei der zuständigen Wüstenkinder-Hinrichtungsstelle dafür plädieren solle, dass sein Sohn so schnell wie nur irgend möglich dem Tode zugeführt werden möge, damit seinem Kind wenigstens lange Todesqualen durch die Leukämieerkrankung erspart blieben.
Es kam keine Rückmeldung auf meine Mail. Vermutlich verbrachte der Negervater Tag und Nacht bei seinem zum Tode verurteilten Nesthaken. Was tun? Ich rief selbst in Afrika an und fragte nach, ob sich irgendwo ein leukämiekrankes Kind befände, welches obendrein auch noch wegen eines lapidaren Mordes an einem sizilianischen Mafiaboss zum Tode verurteilt sei. “Man müsse nachsehen”, war die Antwort – und “was wollen sie denn überhaupt?”, die Frage. Schnell erklärte ich dem Beamten, dass absoluter Handlungsbedarf bezüglich Hinrichtung eines kranken Kindes bestehe, damit dieses nicht mehr länger dahinsiechen müsse.
Es gab Verständigungsschwierigkeiten. Eine österreichische Dolmetscherin wurde von dem afrikanischen Wüstenkinder-Hinrichtungsbeamten herbeigerufen. Sie rief mich zurück und hatte eine schöne Stimme, weswegen ich mich nach ihrem Alter und ihrem Aussehen erkundigte. Sie sei 14 Jahre alt und sehe ganz passabel aus, zumindest würden dies die Neger bei den wöchentlich stattfindenen Gangbang-Parties behaupten. Ich flirtete noch ein wenig mit ihr herum (wir werden uns nächste Woche treffen) und kamen dann nach ungefähr 3 Stunden zum Grund meines Anrufes, der mir zuweilen selbst nicht mehr einfiel, aber dank meines genialen Gedächtnisses reanimiert werden konnte.
“Es muss sofort ein leukämiekrankes Kind hingerichtet werden!”, wies ich per Telefon an. “Achso, jo mei, warum host des nit glei gsogt”, säuselte meine 14-jährige neue Freundin ins Telefon. Ich hörte, wie sie den Hörer neben das Telefon legte und vernahm dann folgendes Gespräch:
“Ey, Black-Django, kimm amol her… du musst machen bummbumm auf Tom … oda, woat amol, naa, nimmst den bleden Henry, der nervt mi scho long. Gell, mochst bummbumm auf’n Henry. Brav bist. Doafst dann a hoit ob’nd amol rüberrutschn, gell? Bussibussi.”
Der Wüstenkinder-Hinrichtungsbeamte muss sich in der Nähe des Telefons befunden haben und Henry anscheinend auch. Vier ohrenbetäubende Schüsse waren zu hören und danach meinte meine österreichische Wüstenfreundin zum Vollstreckungsbeamten: “Gell, jetzt reimast aba no auf und mochst an Sand aufs Bluat und Hirn, gell? Dankschee amol. Bis heit obn’d. Pfiati Got. Bussibussi…”
Ja, so war das. Wir verabschiedeten uns und terminierten ein Treffen für nächste Woche.
Dem Negervater schrieb ich eine Mail, dass ich alles für ihn erledigt hätte und sein Sohn Henry nun nicht mehr leiden müsse. Merkwürdigerweise kam nie eine Dankesmail zurück, aber scheißegal, man muss auch selbstlos agieren können.
Soeben stelle ich fest, dass ich kilometerweit vom Thema abgeschweift bin, aber eigentlich auch nicht. Diese wichtige Mail eines Negers, wurde als SPAM eingestuft!
Es gibt doch tatsächlich einen Menschen hier in Deutschland, genauer gesagt in Moers, der frei und offen bekennt: “Ich beliefere Euch alle mit SPAM!”
Das glauben Sie nicht? Doch, es entspricht voll und ganz der Wahrheit. Bei diesem SPAM-Versender scheint es sich um den wohl dümmsten SPAMMER aller Zeiten zu handeln. Jeder ordentliche SPAMMER ist darauf bedacht, sein schändlich Tun zu verheimlichen, mietet dafür Server am Nord- und Südpol an, um über diese dann seine jämmerlichen Botschaften weltweit zu verstreuen, nur nicht Sammy Zimmermanns aus Moers.
Sein Treiben hatte zur Folge, dass immer mehr SPAM in Umlauf kam, die ohnehin unfähigen Anti-Spam-Software-Hersteller noch machtloser wurden und den Negern in Afrika nicht mehr geholfen werden konnte, weil einfach alles in den SPAM Ordnern landete.
Dies scheint sowieso die Philosophie der Anti-Spam-Programmierer zu sein, was ja auch nicht ganz abwegig ist, denn durch diese Methode wird sichergestellt, dass alle SPAM Mails den virtuellen Papierkörben zugeführt werden. Tja, nur leider auch die wichtigen Wüstenkinder-Hilfemails.
Auf seiner Internetpräsenz plusterte sich Sammy Zimmermanns auch noch mit seinen Taten auf und schaute breit grinsend und großformatig auf die Leser seines von ihm selbst veröffentlichten Bekennerschreibens.
Sammy Zimmermanns fühlte sich seiner Sache sehr sicher, da er nicht mit Dr. Satori (also mit mir) gerechnet hat. Solch einem Menschen musste das Handwerk gelegt werden! Tausenden Negerkindern hätte bereits geholfen werden können, wenn da nicht Sammy Zimmermanns gewesen wäre! Damit ist nun aber SCHLUSS! Sammy Zimmermanns wurde ausfindig gemacht, was freilich nicht allzu schwierig war, da er in seinem Impressum sämtliche Angaben über seinen Wohnsitz (samt dazugehöriger Telefonnummer) der breiten Öffentlichkeit bereitwillig preis gab.
Die Leserschaft müsste nun nachvollziehen können, warum Sammy Zimmermanns vollkommen zu Recht, als der bekloppteste SPAMMER aller Zeiten bezeichnet werden kann! Seit zwei Wochen sitzt er hinter schwedischen Gardinen (U-Haft), wie auf dem einleitenden Bild unschwer zu erkennen ist. Blickte er uns doch noch vor ein paar Wochen dreist und breit grinsend von seiner Homepage aus an, so verbirgt er sein Gesicht jetzt hinter einer dreifach verspiegelten Sonnenbrille. Mir gelang es trotzdem, ein Bild des Sträflings zu schießen. Kein Lachen mehr auf seinem Gesicht. Wahrscheinlich hat er erst jetzt den Ernst seiner aussichtslosen Lage begriffen. Eine mehrjährige Haftstrafe wird er auf seinen zwei Arschbacken abzusitzen haben. Danach dürfte ihm der Spaß an solch fragwürdigen SPAM-Eskapaden vollends vergangen sein.
Ein Detail in dieser Geschichte ist besonders brisant: Sammy Zimmermanns ist SEO-Spezialist für eigene und fremde Internetprojekte und zusätzlich Marketing-Kommunikationswirt. Für die Leser, die mit dem Begriff SEO nix anzufangen wissen, hier eine kurze Erklärung: Angenommen, sie haben eine Internetseite, die keine Sau interessiert, möchten aber trotzdem, dass diese Internetpräsenz unter Google bei allen nur erdenklichen Suchbegriffen ein gutes Ranking erreicht, dann benötigen sie die Hilfe von Sammy Zimmermanns, denn alleine werden sie es nicht schaffen. Das versteht man unter einem SEO-Spezialisten – oder im Klartext:
Ein SEO-Spezialist legt für Google Köder aus, damit die Suchmaschinen-Krake auch auf stinklangweilige und längst das Haltbarkeitsdatum überschrittene Homepages anbeißt und deren Content (Inhalt) sich einverleibt, dann wieder auskotzt und anderen zur Verfügung stellt.
Sammy Zimmermanns betreibt auch einen eigenen Blog, den er Suchmaschinenblog nennt. Eigentlich müsste ich schon die Vergangenheitsform bei Sammy Zimmermanns Tätigkeiten wählen (schließlich sitzt er ein), aber ich bleibe in der Gegenwart. Kein Bock zu switchen. Es ist auch schon wieder 3 Uhr. Merkwürdig, gestern um die Zeit war es genau so spät… Oh, ich schweife schon wieder ab…
Sammy Zimmermanns zwei Minuten vor seiner Inhaftierung. Es wurde ihm seitens der Beamten freundlicherweise gewährt, die Maß Bier auszutrinken.
“Frech wie Harry” verfasste Sammy Zimmermanns am 20. Oktober 2008 dann auch noch einen Artikel mit dem Titel: “Neue Spamwelle überrollt Bloggerszene”. Ja, lieber Sammy Zimmermanns, wir wissen nun auch, wer dieser Spammer war, der diese Welle auslöste.
Skrupellos, unverantwortlich, frech, dreist und obendrein selten dämlich. Das sind spontan die Adjektive, die mir zu Sammy Zimmermanns einfallen. Aber er ist seiner gerechten Strafe zugeführt worden! Deutschland ist durch meinen spontanen und selbstlosen Einsatz sicherer geworden!
Wie ich vorhin bereits erwähnte, kann man sich Sammy Zimmermanns Internetpräsenz noch betrachten – quasi eine Art Leichenschauhaus:
-> zu Sammy Zimmermanns Homepage
WICHTIG: Hinterlassen Sie doch bitte Ihren Kommentar auf Sammy Zimmermanns Homepage, damit er (falls er irgendwann entlassen werden sollte) weiß, was Sie von seiner Aktion gehalten haben.
Ach, und fast noch vergessen, falls Sie der Bericht von Sammy Zimmermanns über die von ihm initiierte Spamwelle interessiert, dann wühlen Sie in seinem Suchmaschinen-Blog ein wenig herum. Viel Vergnügen.
Das war es auch schon wieder.
Euer Dr. Satori.
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