Alarm aus Bötzingen – Attentat auf Barack Obama
Gefahrenhinweis – Beipackzettel: Dies ist eine (fast) wahre Geschichte, welche sich im Vorfeld des NATO Gipfels (3. April 09 + 4. April 09) ereignete. Was an dieser Geschichte unwahr sein könnte, dürfen Sie selbst entscheiden…
Es ist an der Zeit, ein Geständnis abzulegen. In den letzten 5 Jahren beraubte ich unzählige Menschen ihres Lebens, spottete in einer Retrospektive darüber, dass der Waffen-SS-Vorzeigemann Schönhuber im Jahre 2005 kaputt ging, machte mich am 11. April 2006 über das Ableben des Osterhasens lustig, verging mich mehrfach an den Zeugen Jehovas, schlug den Österreichern (insbesondere den im Bundesland Kärnten wohnenden) vor, Haiders Unfall in Bötzingen nachzustellen, damit mittels Abwrackprämie und Selbstaufopferung die weltweite Finanzkrise beseitigt werden könne. Gemäß Umfrage folgten über eine Million Österreicher meinem Aufruf. In einem Artikel über Hartz IV Empfänger, rief ich zur Ausrottung des arbeitsscheuen Pöbels auf. Mehrere Internetseiten richtete ich blutig hin (u.a. BILD, BILDblog und Dorfgeschwätz). Adjektive verbannte ich in ein Lexikon. Während meiner Expedition “Reise in das Innere eine Neonazis”, tötete ich einen Neonazi. Ich schrieb einen Horror-Report direkt aus Berlin und verunglimpfte alle übergewichtigen Personen, indem ich sie als “wertvolle Energieträger aus dem deutschen Prekariat” bezeichnete und sie durch “Fettspürhunde” ausfindig machen ließ, welche ihnen bei lebendigem Leibe das Fett rausrissen und diese Fettfetzen anschließend in Kraftwerke brachten, um aus dieser Schwabbelmasse letztendlich Strom zu erzeugen…
Das alles (und noch viel mehr) tat ich in den letzten Jahren – ohne dass ich dafür belangt wurde. Keinen Staatsschutz interessierte mein sträfliches, schreibtischtäterliches Verhalten. Lag es an der geschickten Satire-Tarnung meiner Internetpräsenz www.pseudolus.de (zuvor “Giftspritzer”, da zuvor “Page-y”, da zuvor “Katholischer Gemeindebrief”, da zuvor “Vatikan-Observer”)? Ich weiß nicht, warum sich keine Sau für mich jemals interessierte.
Vor 3 Tagen aber trat die langbefürchtete und heimlich ersehnte Wende ein! Der Freiburger Staatsschutz meldete am 26. März 2009 Interesse an meiner Internetpräsenz an. An jenem Tag (um cirka 15.30h) erschienen der Freiburger Staatsschützer Wolfgang Kronbiegel in Begleitung einer weiteren Person, deren Namen ich leider vergessen habe, bei mir im Bötzinger Weinschlösschen und legten mir zur Last, dass ich für Herrn Barack Obama eine tödliche Bedrohung darstelle, wenn sich dieser im Rahmen des NATOgipfels vom 3. bis 4. April im Großraum Baden-Baden (zuzüglich Strasbourg, Kehl) aufhalten wird. Über mein mir innewohnendes Gefahrenpotential war ich mir bis dato nicht bewusst gewesen – aber dafür gibt es schließlich die freundlichen Damen und Herren des Staatsschutzes, damit Wissensdefizite über die eigene Person ausgeglichen werden können. Ich lud sie in eines meiner Kaminzimmer, damit über diese Angelegenheit verhandelt werden konnte.
Der Staatsschützer Wolfgang Kronbiegel kramte einen Ordner mit Ausdrucken aus seiner Tasche und las mir folgenden Abschnitt daraus vor:
Wenn die Berichterstattung und Verehrung von Barack Obama so weitergeht wie bisher, wird Amerika bald erneut wählen müssen, denn dann knalle ich Obama höchstpersönlich ab, damit Ruhe im Karton ist und Sexymausi Sarah Palin Amerika und das Weltgeschehen lenken kann. Diese geile Schlampe. Da sollte sich unsere Bundesklöpsin Angela Merkel ein Beispiel dran nehmen.
“Wer hat denn diesen Scheiß geschrieben?”, war meine Reaktion auf den vorgelesenen Mist.
“Sie”, die darauf folgende trockene Beantwortung meiner Frage.
“Achso”, lautete meine Antwort daraufhin…
Dann zeigte er mir auch noch eine von mir veröffentlichte Preisliste in Sachen “Obamas Einzelteile”.
Langsam besann ich mich wieder des Artikels, welchen ich vor ungefähr einem halben Jahr, anlässlich des amerikanischen Wahlkampfes, schrieb.
“Ja, wissen Sie”, gab ich den staatsschützenden Personen zu verstehen, “diesen Artikel schrieb ich für mein Satire-Magazin. Das dürfen Sie nicht für bare Münze nehmen, was ich da reingeschmiert habe. Sind geistige Blähungen eines von der Gesellschaft geächteten Satirikers. Ohne Anspruch auf Wahrheitsgehalt. Außerdem steht auf meinen Seiten groß und breit ‘Satiremagazin’ drüber!”
Es folgte die übliche Belehrung, dass Satire nicht alles dürfe. “Doch”, erwiderte ich daraufhin, “darf sie!”. “Satire darf töten, Satire darf parteiisch sein, Satire darf verunglimpfen, Satire darf übertreiben, Satire darf polemisieren, Satire darf angreifen, undsoweiterundsofort. Satire ist durch den Paragrafen der Meinungsfreiheit und den Paragrafen der Kunstfreiheit geschützt”.
Das Gespräch plätscherte noch einige Zeit hin und her, es fielen seitens Staatsschutz Wörter wie “Persönlichkeitsrecht”, “Aufruf zu Straftaten” und viele Unsinnigkeiten mehr. Bei der Gelegenheit wurde mir dann seitens Wolfgang Kronbiegel auch mitgeteilt, dass die Staatsanwaltschaft Freiburg ein Verfahren gegen mich einleiten wird, wegen Darstellung von Nazisymbolen auf meiner Internetpräsenz.
“Wo sind denn da Nazisymbole drauf?”, fragte ich unbedarft.
“Unter dem Menüpunkt ‘Redaktion’, befindet sich eine historische Aufnahme, auf welcher Hitlers Führungskräfte abgebildet sind. Mit Armbinde und auf diesen Armbinden befinden sich Hakenkreuze”, erläuterte mir der den Staat schützende Beamte Wolfgang Kronbiegel.
“Ja, das trugen die damals. War ‘in’. Eine historische Aufnahme eben!”, entgegnete ich dem Beamten.
“Wenn Sie die Hakenkreuze unkenntlich gemacht hätten, wäre alles in Ordnung gewesen”, meinte Herr Kronbiegel.
“Das wäre Geschichtsfälschung”, warf ich ein.
“Gemäß §xyz, dürfen Hakenkreuze nur im Rahmen von geschichtlichen Erläuterung gezeigt werden. In einem Satiremagazin nicht!”, antwortete er mir.
Ich hatte keinen Bock mehr auf die Diskussion – zumindest nicht mit Herrn Kronbiegel. In Sachen Attentat auf Barack Obama und Hakenkreuze auf meiner Homepage, wollte er dann von mir noch eine Stellungnahme, inklusive Protokoll. Dies lehnte ich dankend ab und erwiderte, dass ich schriftlich innerhalb einer Woche dazu Stellung nehmen werde.
Herr Kronbiegel teilte mir dann noch mit, dass es seitens Staatsschutz angedacht war, mich während der Zeit des Aufenthalts von Barack Obama in Deutschland in Gewahrsam zu nehmen, er sich aber persönlich dafür eingesetzt hätte, dass dieser Gewahrsam ausgesetzt werde.
Ich fragte daraufhin, ob er jetzt von mir deswegen ein “Dankeschön” erwarte und regte an (allerdings nicht ernst gemeint), ob ich vielleicht das neue Angebot der Baden-Württembergischen Justiz ausprobieren dürfte, welches für Straftäter, Satiriker, Kabarettisten und Attentäter in spe, elektronische Fußfesselung vorsieht.
Herr Kronbiegels Mine hellte zusehends auf und er meinte daraufhin: “Würden Sie da denn mitmachen? Wir sind immer auf der Suche nach Freiwilligen”.
Ich erklärte, dass ich den Vorschlag nicht ernst meinte, würde aber eventuell zu einem späteren Zeitpunkt (also nach dem Attentat auf Barack Obama) gerne auf diese Offerte zurück kommen.
Im Anschluss an dieses Gespräch, erhielt ich die belehrende Aufforderung, mich während des Natogipfels nicht in Baden-Baden, Kehl oder Strasbourg aufzuhalten und musste ein Formular unterschreiben, welches beinhaltete, dass mir diese Belehrung zuteil wurde.
Die Beamten klärten mich dann noch auf, dass man mich während des Natogipfels zuhause aufsuchen werde, damit überprüft werden kann, ob ich der auffordernden Belehrung auch Folge leiste.
Erklärt sich quasi von selbst, dass dieses, von den Beamten umschriebene “Aufsuchen meiner Person”, eine Observierung meines Bötzinger Weinschlosses mit einbezieht. Sollte ich nicht auffindbar sein, würde eine Fahndung rausgelassen werden, damit ich dingfest gemacht werden könnte.
Abschließend klärte ich die Beamten noch auf, dass ich mich mittlerweile auf vollkommen andere Opfer spezialisiert hätte – beispielsweise Thomas G. Hornauer, Hans-Georg Kolpak, die Zeugen Jehovas, Twitter-User und Werbeblogger. Es sollte vom Staatsschutz überprüft werden, ob diesbezüglich vielleicht auch eine Gefahr von mir ausgehe.
Die Herren Staatsschützer versicherten mir daraufhin, dass sie sich meine Seiten nochmals genauer anschauen werden.
Ja, hochverehrte Leserschaft, so war das. Meine Satire-Deckung ist nun aufgeflogen und ich weiß nicht, ob es mir jetzt noch möglich sein wird, den NATO-Gipfel von Bötzingen (Kaiserstuhl) aus, in die Luft zu jagen. Es kostete mich unendlich viel Mühen, den von mir geplanten Anschlag auf den NATO-Gipfel vorzubereiten – soll jetzt alles umsonst gewesen sein? Bis ins kleinste Detail plante ich seit bereits über 5 Tagen, wie ich 15.000 Polizisten und das Militär überlisten werde, um Barack Obama und alle anderen NATOgipfelschützer mit Schuhen und stinkenden Socken zu bewerfen, bis diese leblos in sich selbst zusammensacken.
Auf die Schnelle mussten nun andere Mittel her, damit mein Vorhaben nächste Woche doch noch realisiert werden kann. Bötzingen liegt von Baden-Baden cirka 100km entfernt. Luflinie 90 km. Aus alten Tagen (Sprengung Celler Loch 1978 und Atombombe Hiroshima 1945 – ja, das war auch ich), verfüge ich noch über diverse Sprengstoffe, die auch atomarer Natur sind.

Zwei einsatzbereite und gut getarnte Marschflugkörper
Strategisch gesehen, eignet sich die Lage meines Weinschlosses hervorragend als Raketenabschussbasis. Auf meinem Grundstück, welches eine Größe von mehreren tausend Quadratmetern besitzt, installierte ich in den letzten Tagen mehrere Gefechtsstände und platzierte insgesamt 60 als Tannen getarnte und selbstgebastelte Marschflugkörper, die auf ihren Einsatz warten.

Drei weitere Marschflugkörper, die gespannt auf ihren Einsatz warten...

Überdimensionaler Marschflugkörper an einem geheimen Ort im Kaiserstuhl
Das gesamte Areal versiegelte ich mit NATO Stacheldraht und verformte (mit schwerem Gerät) meinen Weinberg zu einer Festung, die ihresgleichen in Europa sucht. Sollten dennoch Staatsschützer zu meinem Gelände durchdringen, so wurde diesbezüglich Vorsorge getroffen. Sprengfallen und Splittergranaten allerorten. Leider erwischte es bei einem Probebetrieb auch unsere kleine Schafherde (650 Tiere) und Kuh Elsa. Die schlosseigene Verwurstmaschine läuft seitdem Tag und Nacht, denn schließlich muss allem noch etwas Positives abgerungen werden. Ob sich unter der Schafherde und Kuh Elsa eventuell auch Staatsschutzbeamte befunden haben, konnte unsererseits bei dem Kuddelmuddel nicht geklärt werden – egal, alles wird verwurstet und nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums (wie lange sind Staatsschützer eigentlich haltbar?) an japanische und österreichische Touristen auf dem Freiburger Markt verkauft.

Marschflugkörper mit Zieleinstellung auf Baden-Baden

Mit schwerem Gerät wurde aus meinem Weinberg eine Festung
Über die Gefahr, die von meiner Person ausgeht, war ich mir vor dem Eintreffen der Beamten des Staatsschutzes überhaupt nicht bewusst. Es ist gut, dass es diese Leute gibt, sonst hätte ich mein attentäterisches Talent überhaupt nicht entdeckt. Ja, die Leute vom Staatsschutz sind so eine Art Talentsucher (ähnlich wie das Arschloch Dieter Bohlen) und entscheiden, welche Personen sich für welche Straftaten eignen. Dass ich es beim Staatsschutz-Ausleseverfahren gleich bis zum Präsidentenmörder der Vereinigten Staaten geschafft habe, hätte ich mir selbst in meinen kühnsten Träumen nicht erträumt. Aber es scheint alles seine Richtigkeit zu haben – die werden schon wissen, was sie tun. Ich bin Herrn Kronbiegel dankbar, dass er mir den rechten Weg gewiesen hat. Weiß ich doch nun, was meine Bestimmung auf dieser neoliberalen, verkackten Welt ist: Herrn Barack Obama töten! Wollte ich zwar überhaupt nicht, aber wenn dies meine Bestimmung sein soll, so werde ich dementsprechend handeln.

Ein Teil der gut getarnten und schwer zugänglichen Wehranlage
Ob es mir gelingen wird, wirklich nur Herrn Barack Obama ins Jenseits zu befördern, wage ich stark zu bezweifeln. Für solch zielgenaue Aktionen, bräuchte ich ein ganz anderes Waffenarsenal und die entsprechende Logistik im Hintergrund. Habe ich aber nicht. Trotzdem meint Herr Kronbiegel vom Dezernat Staatsschutz, dass ich wohl die richtige Person für dieses heikle Unterfangen sei – nunja, die Folge wird sein, dass die Städte Kehl, Strasbourg und Baden-Baden alsbald in Schutt und Asche liegen werden. Ich habe doch keine Ahnung, wo sich Herr Barack Obama zum fraglichen Zeitraum genau aufhalten wird, also muss ich mehrmals hintereinander alle Städte gleichzeitig angreifen und für entsprechende Streuung sorgen, damit meinerseits dem Staatsschutz gegenüber gewährleistet werden kann, dass sich auch Herr Barack Obama unter meinen Opfern befindet. Sonst würde die ganze Aktion überhaupt keinen Sinn ergeben.

Harmlos aussehender Gefechtsstand. Im Innern befinden sich atomare Sprengköpfe.

Gefechtsstand aus vergangenen Tagen (Hiroshima); mit Sitzecke.
Vielleicht ist sich der Staatsschutz nicht über die Tragweite seines Entschlusses, mich als Barack-Obama-Attentäter zu favorisieren, im Klaren. Aber dazu ist es nun zu spät. Das Vorhaben kann nicht mehr gestoppt werden. Die Herzschläge der NATO-Gipfel Teilnehmer sind gezählt – auch der von Frau Merkel. Mein Nato-Attentat in spe wird verheerende Auswirkungen auf das Wahljahr 2009 haben. Es wird in die Geschichte eingehen. Ich werde in allen Geschichtsbüchern stehen, die ab 2009 geschrieben werden.
Danke Staatsschutz.
Dr. Satori

Das Bötzinger Weinschloss im kriegerischen Ausnahmezustand und als wehrhafte Gefechtszentrale umfunktioniert.

Anti-Nato-Kampfhund wartet kampfbesessen auf seinen Anti-Nato-Einsatz.
Satiriker und Kabarettisten hatten schon immer kleinere oder auch größere Probleme mit der Staatsgewalt:
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Danke für die Info, ich werde meinen Wohnsitz zunächst einmal in etwas entferntere Bereiche der Erde verlegen.
Michse
Auha – ich werde mich aus dem Großraum Baden-Württenberg sofort verziehen. Das hört sich verdammt gefährlich an – Krieg aus Dr. Satoris Weinschloss. Damit sollte nicht gespaßt werden. Ich verpiss mich nach Sardinien.
Keine Sorge, Dr. Satori – sollte es zum Schlimmsten kommen, bomben wir Dich aus dem Knast. Kannst auf uns zählen!
Dr. Satori, wir solidarisieren uns selbstverständlich auch mit Dir! Unbedingt weiter berichten, wie Du observiert wirst. Mit Fotos, Videos und allem drum und dran!!!
Freiburg ist eine Polizeistadt und nichts anderes. Es ist widerwärtig mit anzusehen, wie sich die Freiburger dies gefallen lassen. Wehrt Euch und kommt heute zur Demo!
sehr ungeehrter “satoriker”,daß sie Meine Dinge als ihre Requisiten nutzten, konnte ich hinnehmen. Daß sie Meine Hündin trotz Verbot für ihren Öffentlichkeitsdrang und Wahn mißbrauchen, zeugt von ihrer banalität, einfallslosigkeit und dummheit. Schade,Wir mögen keine dummen menschen.M.
Wenn Du Hunde klaust, dann leihe ich mir Dein Impressum, Punkt. Und meine Webseite lasse ich ‘mal lieber raus, ‘habe ohnehin schon genug mit der Polizei zu tun, da kann ich ned auch noch den Innendienst gebrauchen. Dankeschön.
Demzufolge wäre Anarchie das einzig wahre…
Ich schmeiß mich weg, wie immer genial geschrieben