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Vorweihnachtliche Annotationen zum 1. Advent…

Steinigung

Kennt nicht noch jeder das gute Gefühl, den Tel­ler auf­ge­ges­sen zu haben? Bes­ser gesagt: “leer­ge­ges­sen” - den Tel­ler mit auf­zu­es­sen, hätte schon einen unwahr­schein­lich anar­chi­schen Beige­schmack und wäre wahr­schein­lich nicht im Sinne des Teller-Erfinders gewe­sen. Gut - rund 2/3 des auf dem Tel­ler befind­li­chen Essens bekam der unter dem Tisch lau­ernde und kau­ernde (spä­ter kau­ende) Hund, was bei jenem eine regel­rechte Furz­bal­lade ver­ur­sachte. Aber egal, Haupt­sa­che, die Müt­ter und Groß­müt­ter waren saturiert…

Was hat sich in den letz­ten 30 Jah­ren nach Ver­jäh­rung der Kind­heit ver­än­dert? Eigent­lich nichts. Die Leute bekom­men das zu sehen und zu hören, was sie sehen und hören wol­len. Leer­ge­ges­sene Tel­ler, auf­ge­don­nerte Wei­ber (die ihren Zenit seit ca. 24 Jah­ren über­schrit­ten haben) und die all­vier­jähr­lich wie­der­keh­ren­den Lip­pen­be­kennt­nisse unse­rer all­seits geschätz­ten regie­rungs­wü­ti­gen Poli­ti­ker, dass ab sofort alles bes­ser und anders wer­den wird, Gam­mel­fleisch, Selbst­mord­at­ten­tä­ter, Mer­kel und Stoi­ber ent­fernt wer­den - vor­aus­ge­setzt man wählt sie.

Der deut­sche Mensch, ver­kom­men zu einer Blend­gra­nate, ein­zig und allein mit dem Ziel, sich selbst zu blen­den. Täter, Opfer und radi­kale Heils­ver­kün­der in einem flie­ßen­den, nicht mehr zu abstra­hie­ren­den Übergang - unglück­lich dabei, weil alle Dar­stel­ler mit gro­ßer Depres­si­vi­tät behaf­tet sind. Trotz allem, scheint die­ser Zustand akzep­ta­bel und sogar gewollt zu sein, da es bekannt­lich ver­bin­det, sich gemein­sam in Selbst­mit­leid zu suhlen.

Friede, Freude und die dar­aus resul­tie­ren­den Eier­ku­chen - das ist der Stoff, aus dem gren­zen­lose Depres­si­vi­tät erzeugt wer­den kann. Wider­spricht sich? Oh nein. Passt zusam­men, wie meine Faust auf die Augen der mir zuge­neig­ten Leser­schaft. Friede und Freude kann beden­ken­los mit Lan­ge­weile in Ver­bin­dung gebracht wer­den. Über­mä­ßi­ger Genuss von Eier­ku­chen hin­ge­gen mit Diarr­höe - irgend­wie alles nichts Erstrebenswertes.

Wie also dem Dilemma ent­flie­hen? Eines ist klar: Friede und Freude muss bekämpft wer­den, damit dar­aus keine Eier­ku­chen mehr resul­tie­ren. Tod allen San­jas­sins, Frie­dens­pre­di­gern, Kern­kraft­geg­nern und Zeu­gen Jeho­vas, da sie unser Land mit Liebe und Lan­ge­weile ver­kleis­tern und dadurch hyp­no­ti­sie­ren wol­len - dem muss Ein­halt gebo­ten wer­den, so lange noch eine reelle Ver­nich­tungs­mög­lich­keit die­ser “Sub­jekte dubio­sen Ansin­nens” besteht. Ein alt­tes­ta­ment­li­cher Gott muss wie­der ange­be­tet wer­den, des­sen Reli­gion dann dafür Sorge trägt, dass kurz­wei­lige Schei­ter­hau­fen­abende und blu­tige Stei­ni­gun­gen wehr­lo­ser Rent­ner lan­des­weit über das Bezahl­fern­se­hen unter Leo Kirchs Obhut aus­ge­strahlt wer­den und die Fami­lien sich vor den Fern­se­hern zu gemüt­li­chen Reichs­kris­tall­näch­ten in vor­weih­nacht­li­cher Stim­mung zusam­men finden.

Das Volk will keine Dschun­gel­camps mit Kübel­böcks, die diese Show über­le­ben! Das deut­sche Volk will Dschun­gel­camps mit Kübel­böcks, die nicht den gerings­ten Hauch einer Über­le­bens­chance haben. Sol­che Events aber bitte nicht nur im Fern­se­hen, son­dern live und haut­nah in jedem Dorf über 12 Ein­woh­ner - und zwar staat­lich ver­ord­net und wöchent­lich ab 19 Uhr, damit die Klei­nen auch noch etwas davon haben.

Ich for­dere zur radi­ka­len Bekämp­fung der ein­lul­len­den Mas­sen­hyp­nose auf, ver­ur­sacht von den Prot­ago­nis­ten Mer­kel, Jür­gen Klins­mann, Wes­ter­welle, Jogi Löw, Tho­mas Gott­schalk, Jehova Gott, Mari­anne und Michael, Papst Bene­dikt, Michael Schuh­ma­cher, Eva Herr­mann, BILD, Bur­schen­schaf­ten, Adolf Hit­ler, Gün­ter Grass, Jesus Chris­tus, Mon­tags­de­mons­tran­tIn­nen, Anne Will, Rich­ter Alex­an­der Hold, Rich­te­rin Bar­bara Salesch, Derrick, Neo-Nazi-Gesockse, BWL-StudentInnen, GEZ, Aldi und Schlecker-Drogeriemärkte. Jeder Ein­zelne muss wie­der selbst aktiv wer­den und darf sich den Dik­ta­tu­ren oben­ge­nann­ter Per­so­nen respek­tive Ver­ei­ni­gun­gen, und den dadurch ent­ste­hen­den geis­ti­gen Ver­un­rei­ni­gun­gen, nicht mehr unter­wer­fen. Bür­ger greift zu den Waf­fen und bedenkt, dass so ziem­lich alles als Waffe gebrauchs­fä­hig sein kann. Werft den ers­ten Stein - gerne auch gegen mich!

Es muss wie­der Anar­chie ins Land, damit die Lan­ge­weile erfolg­reich bekämpft wer­den kann. Hin­rich­tun­gen, bren­nende Autos und Kir­chen, Stei­ni­gun­gen, elek­tri­sche Stühle, Schäch­tun­gen, Flo­rian Sil­be­rei­sen, Ver­ge­wal­ti­gun­gen, Nöti­gun­gen und Kopf­schüsse - hört sich dies nicht viel span­nen­der an als: Ein­kaufs­bum­mel, Reli­gi­ons­päd­ago­gik, Ver­wand­ten­be­such, Blüm­chen­sex und Muttertag?


8 Kommentare zu "Vorweihnachtliche Annotationen zum 1. Advent…"

  • Stefanie

    Das ist ja schon heavy-stuff, was Dr. Satori in die­sem Arti­kel der Leser­schaft prä­sen­tiert. Hef­tig, aber gut.

  • Ja, das ist schon hef­tig, was der Dr. Satori hier zusam­men­ge­kleckst hat. Muss mich aber der Mei­nung von Ste­fa­nie anschlie­ßen, dass es gut ist.

  • Heino

    gift­sprit­zer ?

  • und Hannelore

    Wieso ?
    Wes­halb ?
    Warum ???

  • Centershock

    schade um die domain gift​sprit​zer​.de. Wenn du mal wie­der so eine aktion vor­hast, dann mail mir mal. ich nehme sie gerne.

    warum hast du gift​sprit​zer​.de nicht ein­fach umgeleitet?

    Wenn schon eine neue domain, warum dann wie­der eine .de? mit .com .net .org kannst du dich schön um abmah­nun­gen drü­cken bzw. die RA schön ins leere lau­fen lassen.

    gruß

  • Hoch­wert­ge­schätz­ter Dr. Z.,
    Sie haben mei­nen Arti­kel voll­kom­men fehl­in­ter­pre­tiert. Ich for­dere nicht die Demo­kra­tie (bin ich bescheu­ert??), son­dern eine wohl­ge­führte Dik­ta­tur mit mir als Dik­ta­tor. Durch­aus mög­lich, dass ich mein Ansin­nen nicht deut­lich genug zum Aus­druck gebracht habe - so möchte ich es hier­mit tun. Es geht ein­fach nichts über eine gute Diktatur.

    Nach­dem ich mir mein Geschmiere noch­mals durch­las, muss ich lei­der auch fest­stel­len, dass der Arti­kel eher in Rich­tung Anar­chie ging - das ist natür­lich nie und nim­mer das, was ich mir so vor­ge­stellt habe. Für mich ist nur eine gut­ge­führte Dik­ta­tur relevant.

    Mit mei­nem State­ment hoffe ich nun­mehr, alle Unklar­hei­ten besei­tigt zu haben.

    Mit dik­ta­to­ri­schen Grü­ßen,
    Dr. Satori.

  • Nie­der mit den lutsch­knech­ti­gen, anal­rat­ti­gen Rosa­ro­ten Pan­thern es lebe die Revo­lu­tion der Roten Rat­ten. In dubio pro veritate!!!!!

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